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Feldenkrais Advanced Training „Bewegungsübergänge“ mit Edith Sidler

26. März | 15:00 29. März | 12:00

In diesem Seminar widmen wir uns der Erforschung von Bewegungsübergängen, unter anderem mithilfe von Rollen. Nahezu alle Bewegungen des Alltags bestehen aus Übergängen: vom Liegen zum Sitzen, vom Sitzen zum Gehen und wieder zurück. Das Leben vollzieht sich nicht in statischen Positionen, sondern im Wechsel zwischen ihnen.

Auf der Grundlage der Feldenkrais-Lektionen zur frühkindlichen Bewegungsentwicklung integrieren wir das Rollen, um neue Erfahrungen und differenzierte Möglichkeiten in diesen Übergängen zu eröffnen. Übergänge sind eine grundlegende und zugleich tiefgehende Fragestellung menschlicher Bewegung. Deshalb nehmen wir uns bewusst Zeit, sie im Kontext des menschlichen Lebens zu erforschen, denn sie sind oft entscheidender als die Endpositionen selbst.


1. Warum die Übergänge zwischen Liegen, Sitzen und Gehen so bedeutsam sind

Menschen verbringen erstaunlich wenig Zeit in sogenannten reinen Zuständen. Das Leben geschieht im Dazwischen.

  • Liegen steht für Ruhe
  • Sitzen steht für Sammlung
  • Gehen steht für Handlung

Die Übergänge sind deshalb von zentraler Bedeutung, weil sie diese Zustände miteinander verbinden. Im Übergang geschieht Folgendes:

  • das Gleichgewicht wird neu organisiert
  • die Aufmerksamkeit verändert sich
  • Entscheidungen werden sichtbar
  • der Körper sagt Ja zur Bewegung, sowohl motorisch als auch existenziell

2. Körperliche und neurologische Perspektive

Bewegungsübergänge sind hochkomplex. Beim Aufrichten vom Liegen zum Sitzen oder beim Übergang vom Sitzen zum Gehen laufen mehrere Prozesse gleichzeitig ab:

  • Aktivierung der tiefen stabilisierenden Muskulatur
  • Umschaltung des Nervensystems zwischen parasympathischer und sympathischer Aktivität
  • Neuausrichtung des vestibulären Systems, also des Gleichgewichtssinns
  • Koordination von Atmung, Blickführung und Gewichtsverlagerung

Übergänge sind deshalb von besonderer Bedeutung:

  • Sie gehören zu den ersten Fähigkeiten im Säuglingsalter, wenn ein Kind lernt, diese Wechsel sicher zu bewältigen.
  • Sie sind zugleich oft die letzten Fähigkeiten, die im Alter oder bei Erkrankungen verloren gehen.

Merkmale gelungener Übergänge

  • kontrolliertes Experimentieren mit dem Gleichgewicht
  • Entstehen von Rhythmus
  • aktive Beziehung zum Raum

Termin: Donnerstag, den 26. März 2026 (beginn mit dem Kaffeetrinken um 15.00 Uhr) bis Sonntag, den 29. März 2026 um 12 Uhr (anschließend Mittagessen)

Kursgebühr: 380,- € (für Mitglieder des ZfF 360,-€), inklusive Verpflegung und Unterkunft im Einzelzimmer

Anmeldungen: dietmar.herrmann-zff@arcor.de (Dietmar Herrmann)

Jugendherberge Mardorf

Warteweg 2
Neustadt am Rübenberge, 31535