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Geschrieben von: Dierk Wichmann   
Wie die Feldenkrais-Methode arbeitet



Als Moshé Feldenkrais seine Entdeckungen systematisch vertiefte und nach konkreten Anwendungsmöglichkeiten suchte, entwickelte er zwei Arten, das Organische Lernen zu lehren: "Bewußtheit durch Bewegung", -  und "Funktionale Integration".

Bewußtheit durch Bewegung

In dieser Variante der Feldenkrais-Methode für Gruppen geht es nicht um Bewegung "an sich": Sie brauchen also nicht noch einmal  das Schwimmen oder das Gehen zu erlernen. Es geht um die Art und Weise Ihrer Bewegungen:

  • Ist meine Bewegung leicht, einfach und bequem?
  • Ist mir dabei klar, wie ich mich dabei einsetze?
  • Tut mir diese Bewegung gut?

    rollkur

  • Kann ich einen Unterschied zum gewohnten Bewegungsablauf spüren?
  • Kann ich diese Bewegung auch anders ausführen?

Diese an sich selbst gerichteten Fragen führen zu grösserem Selbstvertrauen, einem verbesserten Körpergefühl, guter Bewegungskoordination, grösserer Leistungsfähigkeit und Klarheit. Ein weiteres wichtiges Merkmal besteht in dem Umstand, dass es weniger um Ziele geht, die erreicht werden müssten. Es geht vielmehr um die Prozesse des Lernens, die durchlaufen werden können, um Ziele zu erreichen!

Funktionale Integration

So wird die Einzelarbeit ("Hands-on work") der Feldenkrais-Methode bezeichnet. Es werden hier die gleichen Prinzipien angewendet wie in "Bewußtheit durch Bewegung": Abwesenheit überflüssiger Anstrengung, Leichtigkeit der Bewegungen, diffenenzierende Wiederholungen, ein gewisses Maß an Zeit.

Sie geschieht meist nonverbal in unterschiedlichen Ausgangspositionen. Der Feldenkrais-Pracitioner unterrichtet durch die Bewegungen, die er dem/der SchülerIn mit seinen Händen zeigt und reagiert auf die spürbaren Veränderungen.

Diese weitgehend ohne das gesprochene Wort auskommende Weise der Feldenkrais-Arbeit führt zu eindrucksvollen Veränderungen und Verbesserungen des Körpergefühls, der Beweglichkeit sowie der "mentalen Beweglichkeit".